Knete selbst herstellen
Mit Mehl, Salz und Weinsteinsäure in wenigen Minuten: weiche Knete, die sich gut formen lässt und im Kühlschrank mindestens sechs Wochen hält. Deutlich günstiger als gekaufte – und die Kinder können beim Anrühren zusehen.
Kneten ist in der Wahrnehmungsförderung mehr als eine Beschäftigung: Es trainiert den Tastsinn, die Kraftdosierung und die Feinmotorik zugleich. Wer zu fest drückt, merkt es sofort. Für Kinder, die Reize suchen, ist Widerstand angenehm; für Kinder, die Matschiges meiden, ist Knete oft der erste Schritt, weil sie nicht an den Händen klebt.
Zutaten
Ein Teil ist ein Gefäß mit etwa 500 Gramm Fassungsvermögen – ein Joghurtbecher eignet sich gut. So lässt sich die Menge beliebig hoch- oder herunterrechnen, ohne zu wiegen.
- 2 Teile Mehl
- 1 Teil Salz
- 2 TL Weinsteinsäure – aus der Apotheke; ersatzweise Zitronensäure aus der Backabteilung
- 2 EL Öl
- 1¾ Teile kochendes Wasser
- nach Wunsch Lebensmittelfarbe, Ostereierfarbe oder Glitzer
Warum Weinsteinsäure? Sie macht die Knete geschmeidig und deutlich länger haltbar. Ohne sie funktioniert das Rezept auch, die Knete trocknet dann aber schneller aus.
So geht es
Die Bilder zeigen den Weg mit der Küchenmaschine. Ohne Maschine geht es genauso gut im Topf – beide Wege stehen weiter unten beschrieben.
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Mehl abmessen
Zwei Teile Mehl in das Messgefäß füllen.
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Mehl in die Schüssel
Das Mehl in die Rührschüssel geben.
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Salz dazu
Einen Teil Salz zum Mehl geben.
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Weinsteinsäure einrühren
Zwei Teelöffel Weinsteinsäure dazugeben.
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Farbe eintropfen
Lebensmittelfarbe direkt auf die trockenen Zutaten geben. Für mehrere Farben die Menge aufteilen und getrennt anrühren.
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Kochendes Wasser angießen
Jetzt das kochende Wasser zugeben – dieser Schritt gehört in Erwachsenenhände.
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Verrühren
Rühren, bis sich die Farbe verteilt hat und ein Klumpen entsteht.
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Öl zugeben
Zwei Esslöffel Öl unterarbeiten – sie machen die Knete geschmeidig.
Die beiden Wege
Im Topf
Alle Zutaten in einen Topf geben, zuletzt das kochende Wasser hinzugießen. Bei geringer Wärme unter ständigem Rühren erwärmen, bis ein dicker Klumpen entsteht. Etwas abkühlen lassen und dann gut durchkneten, bis die Knete vollständig abgekühlt ist.
Mit der Küchenmaschine
Alle Zutaten in der Schüssel der Maschine zusammenmischen und anschließend das kochende Wasser dazugeben. Die Maschine knetet den Teig mit dem Knethaken so lange, bis er zu einem Klumpen wird.
Aufbewahren
In Folie oder einer Gefriertüte luftdicht verschließen und im Kühlschrank lagern. So hält die Knete mindestens sechs Wochen.
Ein Hinweis zum Salzgehalt: Die Knete ist durch das Salz ungenießbar, aber nicht giftig. Bei Kindern, die noch alles in den Mund nehmen, sollte trotzdem jemand dabeibleiben.
Mehr davon im Seminar
Knete ist eines von vielen Materialien, mit denen sich Wahrnehmung im Kita-Alltag fördern lässt. In der Fortbildung probieren Sie sie selbst aus – und erfahren, welches Kind wovon profitiert.